Genitalverstümmelung

Beschneidung in Guinea

Guinea ist das Land mit der höchsten Verbreitungsrate von „Female Genital Mutilation“, von Beschneidung,  weltweit. Ca. 96% der Frauen und Mädchen im Alter von 14-49 Jahren sind beschnitten. Der Anteil auf dem Lande liegt bei 100%. Für die Frauen Guineas ist die Genitalverstümmelung „selbstverständlich“ geworden, wobei dies Ausdruck ihres Glaubens und ihrer sozialen Zugehörigkeit ist. Viele Mädchen und Frauen wünschen sich die Beschneidung, damit sie von ihrem Umfeld akzeptiert werden.

Anteil der beschnittenen Frauen und Mädchen in Guinea 96%
Anteil der beschnittenen Frauen und Mädchen in ganz Afrika 100%

In 75% der Fälle führen die traditionellen Beschneiderinnen die Beschneidungen durch. Sie behaupten, die Beschneidung bewahre die Frau vor Prostitution, Kindstod und erhalte die Reinheit der Frau. Den beschnittenen Frauen ist nicht klar, dass die Genitalverstümmlung ihr sexuelles Lustempfinden einschränkt.

Zwar gibt es seit 1960 ein Gesetz, das die Genitalverstümmelung verbietet, jedoch wird dies größtenteils nicht eingehalten. Die meisten wissen nicht einmal, dass es existiert. Folglich bleibt die Beschneidung ein identitätsschaffendes Ritual, dessen Gefährlichkeit ignoriert wird und das  Menschenrecht auf Unversehrtheit des Körpers missachtet.

-Julie Sprehe

Quelle: www.frauenrechte.de (Stand:16.9.2015)