Menschenrechtslage in Guinea

Menschenrechtslage in Guinea

Grundlegende Menschenrechte, wie das Recht auf Leben und die Sicherung von Grundbedürfnissen, wie zum Beispiel das Recht auf Nahrung oder das Recht auf Obdach, sind in Guinea laut Gesetz festgelegt, können aber durch die große Armut der Bevölkerung und die schwache Justiz nicht gewährleistet werden. Daher kommt es immer wieder zu Menschenrechtsübergriffen von Angehörigen der Sicherheitsorgane und der Streitkräfte auf Demonstranten. So auch am 28. September 2009, wo durch das Militär hunderte Demonstrierende getötet und zahlreiche Frauen und Mädchen vergewaltigt wurden. Auch werden des Öfteren Menschen willkürlich von der Polizei festgenommen, gefoltert und misshandelt. Sorge bereitet vor allem, dass dies oft ohne strafrechtliche Konsequenzen vonstattengeht und manche Fälle nicht weiter verfolgt werden, sodass einige Gefangene oft über Jahre in Untersuchungshaft sitzen. Entgegen der Worte des Präsidenten Condés, gibt es die Todesstrafe in Guinea, wobei sie seit 2005 nicht mehr praktiziert wird. Es besteht weitgehend Presse- und Meinungsfreiheit. Allerdings gibt es nur wenige private Zeitungen, welche zudem in geringer Auflage produzieren.

-Madou Meyer

Pressefreiheit- Eine Schule für Guinea

Pressefreiheit Afrika 2011
Quelle: https://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/159245/pressefreiheit-03-05-2013